Institutionenprofil
UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle
Tätig in den Forschungsbereichen Erde und Umwelt Gesundheit
Gefahren und Risiken für Mensch und Natur vermeiden oder mindern
– daran arbeitet das Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UFZ).
Sein Ansatz: Verantwortung für die Umwelt bedeutet mehr als
Sanierung, Renaturierung und Neugestaltung von Landschaften. Immer
wichtiger wird die vorsorgende Umweltforschung. Darum hat sich das
UFZ dem Leitmotiv verschrieben: Unsere Forschung dient der
nachhaltigen Landnutzung und hilft, Lebensqualität in der
Kulturlandschaft zu sichern.
Das UFZ bewertet und bereitet Forschungsergebnisse so auf, dass
sie in Entscheidungsprozessen von Staat und Wirtschaft umgesetzt und
auf Regionen mit ähnlichen Problemen übertragen werden können. So
berät das UFZ etwa die zuständigen staatlichen Stellen bei der
Sanierung, der ökologischen Neugestaltung und dem Management von
Ökosystemen sowie die Wirtschaft bei der Entwicklung von
Umwelttechnologien und umweltverträglichen Produkten und
Produktionsprozessen.
Voraussetzung dafür ist die enge Verbindung von
landschaftsorientierter naturwissenschaftlicher Forschung und
Umweltmedizin mit den Sozialwissenschaften, der ökologischen
Ökonomie und dem Umweltrecht. Die Schwerpunkte der
landschaftsorientierten Forschung sind:
- Industriell hoch belastete Landschaftsausschnitte –
Schadstoffverhalten und Sanierungsstrategien
- Binnengewässer – Entwicklung und Regeneration
- Stadtökologie und Stadtentwicklung
- Biodiversität, Landnutzung und Ressourcenschutz
- Umwelt- und Biotechnologien
Kooperationen mit internationalen Partnern verstärkt
Das UFZ kooperiert mit Forschungseinrichtungen und Universitäten
in nahezu allen Kontinenten der Erde. Gegenwärtig engagiert es sich
sehr stark für eine enge europäische Vernetzung der Umweltforschung,
nicht zuletzt im Hinblick auf das 6. Forschungsrahmenprogramm der
EU. Die bedeutendste Initiative ist PEER (Partnership for European
Environmental Research), eine strategische Allianz der sieben
größten Umweltforschungszentren Europas (ALTERRA, Niederlande; CEH,
Großbritannien; CEMAGREF, Frankreich; NERI, Dänemark; SYKE,
Finnland; JRC-IES, Italien; UFZ, Deutschland). Die beteiligten
Zentren vereinen in PEER ihre Kräfte, um eine gemeinsame Strategie
in den Umweltwissenschaften zu verfolgen und die Forschung zur
ökologischen Nachhaltigkeit zu verbessern.
Die globale Komponente der UFZ-Forschung kommt besonders in den
Forschungskooperationen mit Lateinamerika und dem Nahen Osten zum
Ausdruck. In Lateinamerika stehen neben der reinen
Landnutzungsforschung die sozialwissenschaftlichen und urbanen
Probleme im Vordergrund. Im Nahen Osten, im Dreieck
Israel-Palästina-Jordanien, sind es praktische Probleme der
Wasserqualität und Wassernutzung.
http://www.ufz.de Stand
09.02.2007 |