Ergebnisse
Wo liegen die Zukunftsmärkte für die Wasserbranche?
Systemische Innovationen haben einen wichtigen Platz auf den
Märkten der Zukunft
Am 1. April 2009 präsentierte das BMBF-Projekt "Wasser 2050 -
Nachhaltige wasserwirtschaftliche Systemlösungen - künftige Chancen
für die deutsche Wasserwirtschaft" auf der WASSER BERLIN im
Ausstellerforum vor einem gut besetzten Auditorium
Zwischenergebnisse seiner Arbeit.
Anders als im 19. Jahrhundert, erlaubt es die moderne
Wassertechnologie, auf verschiedene Ursachen eines komplexen, sich
auch durch den Klimawechsel verschärfenden Problems, gebündelte
Antworten zu geben. Mit der Weiterentwicklung derartiger,
systemischer Innovationen kann sich die deutsche Wasserindustrie auf
den Auslandsmärkten bestens positionieren. "Bereits in der Bündelung
unterschiedlicher Lösungen kann aufgrund der entsprechenden
Erfahrungen deutscher Anbieter ein Alleinstellungsvorteil liegen,"
so Harald Hiessl vom Fraunhofer ISI in Karlsruhe.
Im Extremfall werden dabei zwar die Anstrengungen bei der
Marktbereitung zunächst höher sein als bei der Verfolgung
konventioneller Strategien. "Langfristig wird es aber möglich sein,
regelrechte Domino-Effekte zu erreichen und beispielsweise von
Indien oder China aus den gesamten südostasiatischen Markt zu
erobern", so Engelbert Schramm vom ISOE. Zugleich wird auch noch ein
nachhaltigerer Umgang mit Wasser erzielt.
In der anschließenden ausführlichen Diskussion zeigte sich, dass
die anwesenden Vertreter von Industrie- und Beratungsunternehmen der
Ansicht sind, dass die „German Water Partnership“ ein gutes Dach für
entsprechende Innovationspartnerschaften deutscher Unternehmen im
Ausland darstellen wird. Betont wurde auch die Notwendigkeit von
Schulungen auf den Zielmärkten. Thomas Kluge vom ISOE machte
deutlich, dass derartige Maßnahmen sich nicht alleine auf
Unternehmen beziehen dürfen, sondern auch die Zusammenarbeit
zwischen Hochschulen und zwischen den Fachverbänden einschließen
müsse. Entscheidend sei, dass die Politik die entsprechenden
Aktivitäten aus der Wirtschaft glaubwürdig flankiere und
problemorientiert Kontakt pflege. Wichtig sei auch, dass
überzeugende Referenzprojekte angestoßen würden, mit denen die
systemischen Innovationen für sich selbst werben könnten. So kann es
gelingen, dass es sich hier nicht um Nischenlösungen handelt,
sondern sie breit realisiert werden.
Flyer -
Präsentation
Stand
09.04.2009 |